|
Welche Sportarten sind gut für den Rücken?
Es ist wirklich ein Kreuz mit dem Rücken! Schätzungen zufolge haben mehr als 60 Prozent der über 30-Jährigen in Deutschland mehr oder weniger häufig mit Rückenbeschwerden zu tun. In vielen Fällen findet sich keine eindeutige Ursache. Meist kommen die Schmerzen durch ein ganzes Paket ungünstiger Faktoren zustande:
Zu wenig Bewegung, zu viel sitzen, zu lange stehen, eine von klein auf eingeschliffene falsche Haltung.
Kann Sport da überhaupt gut sein – oder verschlimmert er womöglich die Beschwerden?
Eindeutige Antwort: Gleichmäßige und sanfte Bewegungen tun auch einem lädierten Rücken gut, können ihn sogar wieder mehr „ins Lot“ bringen. Abgesehen von speziellen Rückenschulungen (zum Beispiel Kieser-Training, Pilates und bestimmte Yogaübungen) eignen sich dafür auch einige Sportarten. Grundsätzlich gilt: Schwimmen, Wandern, Joggen, Rad Fahren, Inline-Skaten und
Skilanglauf sind rückenfreundlich. Von Sportarten wie Tennis, Ski alpin, Kegeln, Handball, Fußball, Volleyball, Ringen, Hockey, Rudern, Badminton und Squash raten Mediziner dagegen ab. Doch auch für die „guten“ Sportarten gelten Einschränkungen. Beim Schwimmen beispielsweise kommt es auf den Stil an: Während Rückenschwimmen und Kraulen das Kreuz stärken, ist Brustschwimmen eher schädlich. Anderes Beispiel: Beim Radfahren möglichst aufrecht sitzen, um die Wirbelsäule zu entlasten. Tourenräder, bei denen der Lenker höher als der Sattel ist, sind daher besser als Rennräder oder Mountainbikes. Eine Sonderrolle nimmt Golf ein. Während das Gehen über den Platz gut ist für den Rücken, kommt der Moment der Wahrheit beim Schwung. Nur wenn er technisch richtig ausgeführt wird, schadet er nicht. Daher gilt für Golf (wie für andere Sportarten, die neu erlernt werden): Am Besten vom Trainer eine rückenfreundliche Technik zeigen lassen, bevor sich Fehler einschleichen.
aus P.M. 2007
|